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In Hamburg hat sich das Aktionsbündnis „United4Rescue — Gemeinsam Retten!” konstituiert. Das Bündnis unterstützt die zivilen Seenotrettungsorganisationen, die im Mittelmeer dem Ertrinken von Menschen auf der Flucht nicht tatenlos zusehen, sondern da humanitär handeln und Menschenleben retten, wo staatliche Seenotrettung fehlt.

Das Bündnis fordert die Verantwortlichen in der europäischen Staatengemeinschaft auf,
(1.) das Recht auf Seenotrettung als Teil des Völkerrechts und das Recht auf Leben als Menschenrecht auch in der Praxis zu respektieren und an den Grenzen Europas wieder umzusetzen.
(2.) Außerdem wendet sich United4Rescue gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung
(3.) und fordert faire Asylverfahren für Menschen, die nach Europa fliehen.
(4.) Jene Kommunen, die sich zu „Sicheren Häfen” erklärt haben, sollen die rechtlichen Möglichkeiten erhalten, zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen.
Ein erstes Projekt des Bündnisses sieht vor, im kommenden Jahr ein zusätzliches Seenotrettungsschiff ins Mittelmeer zu entsenden: #wirschickeneinschiff.
Eine beim Kirchentag im vergangenen Juni verabschiedete Resolution hatte die Evangelische Kirche in Deutschland und ihre Gliedkirchen aufgefordert: Schickt selbst ein Schiff! Der Forderung hatten sich in der Folge mehr als 40.000 Menschen angeschlossen (change.org/schiff). Nach gründlichen Beratungen hatten Rat und Synode der EKD Anfang November beschlossen, sich dieser Aufgabe im Rahmen eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses zu stellen. Ihm werden Kirchen und Vereine, Hilfsorganisationen und Firmen, Kulturträger und politische Initiativen angehören.
Die EKD hat zur Organisation einen freien Trägerverein auf den Weg gebracht. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, begründet das kirchliche Engagement in dieser Frage:
„Wenn Menschen in Lebensgefahr sind, dann muss ihnen geholfen werden. Dieses Signal setzen Kirche und Diakonie mit ihrem vielfältigen Engagement überall dort, wo Menschen in Not sind. An dieses Bekenntnis zu Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit knüpft das heute gegründete gesellschaftliche Bündnis ‚United4Rescue‘ an. Es wird die Verantwortlichen in Europa in die Pflicht nehmen, das Sterben im Mittelmeer zu beenden und will zugleich einen eigenen Beitrag dazu leisten, Menschen zu retten.
Über die Spendenaktion #wirschickeneinschiff hat nun jeder die Möglichkeit, diese Ziele zu unterstützen.
Wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken.“
Trägerverein:
Gemeinsam Retten e.V. | Herrenhäuser Straße 12, D-30419 Hannover
Vorstand: Dr. Thies Gundlach (Vorsitzender); Michael Schwickart (Stellv. Vorsitzender); Katharina Stamm (Schatzmeisterin)
Spendenkonto: DE93 1006 1006 1111 1111 93
bei der KD Bank Duisburg, BIC: GENODED1KDB

Jede Spende, die unter dem Stichwort „Diakonie RWL Verdoppelung“ beim Aktionsbündnis ‘United4Rescue’ eingeht, wird von der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe bis zu einer Gesamtsumme von 50.000 Euro verdoppelt.

schiff

 

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